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	<title>Meike Büttner</title>
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		<title>Videolog</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 10:06:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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weitere Videos und Songs auf Youtube
Meike liegt im Moment etwas krank im Bett.
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<a href="http://www.youtube.com/user/MeikeBuettner">weitere Videos und Songs auf Youtube</a><br/><br />
Meike liegt im Moment etwas krank im Bett.</p>
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		<title>noch &#8216;ne Tasse Kaffee</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 13:52:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<title>Madeleine, zu den Sternen.</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 09:41:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>meike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine ungewöhnliche Familiengeschichte über den jungen Bruno und seine Cousine Madeleine. Während das Mädchen langsam zur Frau wird, sieht Bruno ihr mit großen Augen dabei zu und versteht die Welt nicht mehr. Wieso wird seine Geheime plötzlich so merkwürdig und wieso beantwortet sie nicht seine Fragen? Die Omama weiß Bescheid, aber Bruno ist ganz durcheinander.
Eine Geschichte über die Liebe und wie sie ein kleines Bewusstsein überfordert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>von Meike Büttner</strong></p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Vater sagte mal, es sei ein Genfehler und läge in der verdammten Familie.</p>
<p>Ich kann gar nicht feststellen, dass einer von uns komisch gähnen würde. Ein Gähnfehler.</p>
<p>„Ich verstehe das nicht“, sagte ich seinerzeit und Papa stöhnte:</p>
<p>„Ach, das verstehst du nicht.“</p>
<p>Jedenfalls wisse er aber genau, was los sei, sagte er und er registriere jede Kleinigkeit. Schließlich sei so etwas ja schon einmal geschehen in dieser verdammten Familie…</p>
<p>Oma ist nicht so hart. Sie sagt „Die Dosis macht das Gift“. Wenn Mama noch leben würde, würde sie wahrscheinlich Oma die Schuld dafür geben. „Das hat sie immer so gemacht“, sagt die Tante gehässig und dann versteckt sie sich wieder hinter Spülbergen und Kleiderhüllen, zwischen Hilfsbereitschaft und Vorhaltungen.</p>
<p>Oma ist weich. Omama ist eine Wolke, ein Zuckerwatteknäuel, der einsame gute Geist im langsam zerbröckelnden Anwesen.</p>
<p>Sie sagt so schöne Worte aus einer fremden Zeit.</p>
<p>‚Ohnmöglichkeit!’, sagt sie mit ihrem Bärinnenlachen und sie singt mir ‚Zwei Königskinder’ zum Einschlafen.</p>
<p>Ich liebe meine Omama. Meine zuckerweiche Omama und Madeleine.</p>
<p>Madeleine. Mein Zuckerkeks, mein Abendgebäck.</p>
<p>Ein Zuckergebäck in dieser hässlichen Keksdose.</p>
<p>Madeleine ist umgezogen. In das Dachzimmer. Meine kleine Rapunzel, die sich einsam die schwarzen Wellen bürstet. Ihr Haar ist ein duftendes Meer, in dem ihr ganzes, blasses Gesicht schwimmt. Mit zwei dunkelbraunen Bojen. Fast schwarz. Zwei Kohlensteine wie in einem Schneemanngesicht.</p>
<p>Madeleine.</p>
<p>Mein kleiner Schneemann, die schmelzende Prinzessin im hohen Turm. Zwei Stockwerke trennen mich von ihrem süßen Schlaf. Mein schlafendes Schneewittchen. Obeliskenträume quälen ihre süße Ruhe. Madeleine, kleine Eisprinzessin im Hof der Sonne.</p>
<p>Alles brennt seit diesem unheilschwangeren Abend.</p>
<p>Damit wir nicht ertrinken in ihrem schwarzen Haar, damit wir nicht ertrinken im schwarzen Meer, haben die Erwachsenen die Feuer angefackelt. Sie haben die Sonne beschworen und im Januar den Sommer gezaubert. Alles ist hell angestrahlt. Sie können durch das Dach in ihr Zimmer sehen. Wie in ein Puppenhaus.</p>
<p>Madeleine ist ihr Püppchen. Ihr kleines, schönes Spielzeug.</p>
<p>Mich haben sie im Untergeschoß gelassen und da kommen sie nicht dran. Da müssten sie sich bücken und Erwachsene haben das Bücken nicht gern. Sie reden nur immerfort von ihren geschundenen Rücken.</p>
<p>Bücken. Das reimt sich. Rücken.</p>
<p>Könnte Logik sein, aber Logik ist das Feld meines Vaters, was er gewissenhaft beackert. Nicht so sehr meines.</p>
<p>Meines ist ein Schlachtfeld, wo regungslose Zinnsoldaten auf Obelisken ballern. Der Taucher, den ich vom Onkel zum neunten Geburtstag bekommen hatte, schlitzt sie alle auf mit seiner scharfen Harpune.</p>
<p>Madeleine kann er nicht mehr retten.</p>
<p>„Euch ist nichts heilig als der schöne Schein!“, sagt Oma und lacht ein Lächeln aus einer fremden Zeit. Omamas Lächeln ist das einzige, was Bestand hat in diesem unheilvollen Puppenheim.</p>
<p>Nicht ist heilig. Nur der Schein. Der schöne Schein.</p>
<p>Sie haben Sommer gemacht und Madeleines Haar glänzt in der Sonne. So können sie sie besser sehen. Ihr Rapunzelhaar leuchtet durch das Dach hindurch.</p>
<p>Ich habe Madeleine mit Acht geheiratet unter der großen Eiche am Weiher. Versteckt hinter den Brombeerbüschen. Niemand hat etwas gesehen.</p>
<p>Bald darauf, noch im selben Sommer, sind der Onkel und Mama gefahren.</p>
<p>Auf die Reise,</p>
<p>hatte der Onkel in die schlafenden Kinderohren geflüstert und dann waren sie verschwunden.</p>
<p>Mit wehenden Haaren, im Cabriolet, ganz weit hinaus in die Sterne…</p>
<p>Madeleine hat einen Schlitz. Der ist ganz klein und eng, aber man kann die ganze Welt da rein stecken. Den hat sie mir gezeigt unter der Eiche am Weiher. Versteckt hinter den Brombeerbüschen.</p>
<p>Das mit der Mutter und dem Onkel war ein Autounfall.</p>
<p>„Ich will nur wissen, warum sie so unaufmerksam waren!?“, schimpft die Tante und mein Vater sagt darauf , dass man den Toten seinen Frieden lässt. Das sagt er oft. Man sollte meinen, er meint es auch so.</p>
<p>„Der schöne Schein!“, lacht Oma und ich möchte mich am liebsten in ihren Schoß kuscheln. Das darf ich nicht mehr. Ihre alten Knochen sind zerbrechlich wie ein Spinnennetz, sagt Papa. Und Frauenschöße seien nichts für mich. Jetzt nicht. Nie.</p>
<p>Madeleines Schoß hat eine Blume. Madeleine hat schon Nektar. Die Bienen könnten kommen und sie töten. Madeleine hat aufgeschrieen. Ich hab sie aus dem Badezimmer gehört. Sie hätte geblutet, hat die Tante gesagt und ich habe mich sehr gesorgt.</p>
<p>Sie zog um in das Dachzimmer und hat nicht mehr mit mir gesprochen.</p>
<p>Was ihr fehle, habe ich sie gefragt.</p>
<p>„Halt den Schnabel, Kleinkind“, hat sie gezischt.</p>
<p>Böser, roter Zetermund. Die schönen, roten Luftkissenlippen meiner kleinen Madeleine.</p>
<p>Ich muss ihre Lippen beschützen, ihre Blume und den Schlitz für die Welt.</p>
<p>Als ich Vater gefragt habe, was meiner Geheimen fehle, hat er gesagt, dass die Frauen eine Naturkatastrophe seien. Sie stinken, wenn sie sich reinigen und werden sich einmal im Monat ihrer Sünden bewusst und sie beschuldigen alles und jeden mit ihren hingeschmierten Tränen. Tränen und Blut seien die Waffen der Frauen und ich solle nie jemals an den Schatz glauben, den ich eines Tages in ihnen entdecken würde. Alles nur Schauspiel. Ein fieser Trick ihrer liederlichen Natur.</p>
<p>Sein Gesicht war voller Ekel, als er das sagte und er betonte, dass ich ihm niemals glauben würde, doch ich würde es schon noch wissen eines Tages. Und ich würde mich erinnern an seine Worte oder nicht. Auf jeden Fall würde es dann zu spät sein. Es würde in jedem Fall zu spät sein. Darin läge der Fehler. Der Genfehler. Immerhin das Wort habe ich bereits verstanden.</p>
<p>Mama hat immer gesagt, wir sollen nicht mit den Räuberkindern spielen. Das sind die Kinder der Räuber. Sie leben im Wald. Wer nicht mit uns hier lebt, der lebt im Wald, hat Mama gesagt. Ich spiel nicht mit den Räuberkindern. Sie wollen Madeleines Blume stehlen.</p>
<p>Seit Madeleine die Verletzung hatte, lässt sie sich nicht mehr von mir schützen. Seit sie geblutet hat, treibt sie sich mit den Räubern rum.</p>
<p>Es macht mich wütend. Ich will, dass Madeleine bei uns bleibt. Sie ist meine Geheime. Ich will ihr die Welt in den Schlitz stecken.</p>
<p>Die Räuber werden ihr die Blume rauben. Mama hat alle gewarnt und Omama lacht. Am liebsten immerzu. Ich glaube, ihr hat nie jemand die Blume geraubt. Madeleine soll wie Omama werden. Und ich werde ihr Opapa. Ihr Bruno.</p>
<p>Ich bin wütend!</p>
<p>Mama und Bertram sind zu den Sternen gefahren und die Räuber wollen Madeleine die Blume klauen und wenn Madeleine geht, trägt sie seit Neuestem immer ein Täschchen aus Wolle mit sich, in das ich nicht hineinsehen darf. Von außen kann ich aber jedes Mal ihre Bürste erkennen. Und ich will nicht, dass sie das Meer von unserem Haus zu den diebischen Waldschraten bringt.</p>
<p>Die Donnervögel werden in ihrem Haar sich verfangen und darin untergehen.</p>
<p>Die Obelisken wollen in ihre Ohren krabbeln und ihr Innerstes essen. Ihr süßes Inneres. Alles, was sie zu sich nimmt, wird süß in ihr.</p>
<p>Madeleine ist die Zuckermaschine aus einem, meiner alten Kinderbücher. Oben wird allerlei Kram rein geworfen und im Inneren der Maschine verwandelt es sich zu Pulver, wird im nächsten Arbeitsschritt mit Honig, Wasser und Zitrone verbreit und in der nächsten Phase mit Farbe und Förmchen zu Bonbons gepresst. Aus der Zuckermaschine kommen unten Bonbons heraus. Bei Madeleine ist es Nektar.</p>
<p>Sie hat gesagt, dass sie schon Nektar hat, als sie mich noch von sich leben ließ.</p>
<p>Ich bin so wütend. So betäubt. Ohnmöglich.</p>
<p>Ich will ihren Nektar lecken und die Welt in ihren Schlitz stecken.</p>
<p>Ich will mich an dir kühlen, Schneeprinzessin. Sie haben Sommer gemacht. Sommer im Januar und mir schwitzt mein Leben davon. Ich schwitze immerzu. Ich schwitze immerzu, Madeleine.</p>
<p>Tags rutscht mir alles aus den Händen und nachts weckt mich die Feuchtigkeit meines Frottee-Shirts.</p>
<p>Ich trage immer noch blau gestreiften Frottee.</p>
<p>Madeleine trägt jetzt eher ein Kleid, als ein Nachthemd.</p>
<p>Und darunter sind kleine Erdbeeren gewachsen, mit roter Erdbeerspitze. Ganz kleine Plätzchen, merkwürdig spitz und anders als die runden von Omama und die halbrunden von der Tante.</p>
<p>Sie hatte nicht abgeschlossen und stand vor dem Spiegel in ihrem Dachzimmer und bürstete ihr Haar. Durch die hochgestreckten Arme spannte das hellrosé Nachtkleidchen über den Erdbeeren.</p>
<p>Ich will so gerne wissen, wie ihre Erdbeeren schmecken, will sehen, wie sie blühen.</p>
<p>Als sie mich sah, machte sie einen erschrockenen Satz, der mich und die Türe schloss.</p>
<p>Ich habe an ihre Tür gekratzt und gefleht, aber sie ließ mich nicht rein.</p>
<p>„Madeleine, ich will dich etwas fragen“, habe ich geflüstert, damit sie mein Schluchzen nicht hören sollte.</p>
<p>„Kinder stellen immerzu Fragen“, hatte sie genervt geantwortet und dann für den Rest der Nacht geschwiegen.</p>
<p>Sie ließ auch immer häufiger die Rollos hinab und verkroch sich immer mehr in ihr süßduftendes Turmzimmer.</p>
<p>Ich will sie fragen, was ihr passiert ist, will hören, dass sie ihre Blume noch hat, aber sie mag mich nicht beantworten. Keine meiner drängenden Fragen.</p>
<p>Heute breche ich in ihr Kämmerchen ein. Ich werde die Parfumbedufteten Papierwände unseres Puppenheimes zum Einsturz bringen. Heute. Heute werde ich wüten wie ein alter Bär. Sie wird sehen, ich bin stark und ich komme nur, um sie zu retten.</p>
<p>Zuerst aber gehe ich zu Omama. Sie sitzt lachend auf der Veranda. Das ist wirkliche ein verrückter Winter!</p>
<p>„Omama, ich werde gehen müssen“, sage ich und Oma lacht in die Brombeerbüsche.</p>
<p>„Aber wo willst du denn hin?“, fragt sie zurück. Sie klingt wie eine weise Schildkröte. Oh Omama! Wie wirst du mir fehlen. Süße Omama! Hüterin des Schatzes.</p>
<p>„Ich werde dahin gehen, wo Bertram und Mama auch schon hinwollten, aber ich fahre nicht in die Sterne.“</p>
<p>Das verspreche ich Dir, oh Omama! Ich werde erst in die Sterne fahren, wenn Madeleine neben mir sitzt und wenn Du dort schon auf mich wartest!</p>
<p>„Soviel Aufregung um das kleine Frauenzimmer.“</p>
<p>Oma hat Murmelaugen. Schimmernde, schlierende Glaskugelaugen. Ich bin nicht sicher, ob sie überhaupt noch sehen kann.</p>
<p>„Der schöne, kleine Sargnagel, die feengleiche Sorgenträgerin, der schönste Schein unseres Brombeerheimes… früher war da mal ein Gemüsebeet. Wer soll nur die ganzen Brombeeren essen? Brombeermarmelade, Brombeerkuchen, Brombeergelee, Brombeeren, Brombeeren, Brombeeren…“</p>
<p>Ich ergreife ihre reife Hand- Seidenhaut über Glasknochen und alten Weinschläuchen.</p>
<p>„Aber Oma, die süße Madeleine ist doch nicht der Schein. Sie kennt alle Geschichten. Ihr ist alles heilig? Wieso nur nennst du sie einen Sargnagel?“</p>
<p>„Ach, der schöne Schein, mein Sohn…“</p>
<p>Sie jappst, die alte Omamama. Kleine, weise Schildkröte mit dem Panzerbuckel. Wir müssen deinen Schoß beschützen!</p>
<p>„Das hübsche Ding war doch der einzige Augenschein, der deine Mutter glauben machen konnte, dass mein Bertram besseres zu Stande brächte als ihr Georg… das süße Ding…, aber ein Satansbraten! Eine Geburt aus dieser Hexe, die der gute Bertram mir noch ins Haus geholt hat, bevor er mit deiner Mutter zu den Sternen verschwunden ist. Jetzt wird das Ding zum Frauenzimmer und mit den Giftspritzen ihrer Mutter wird sie uns hier Haus und Hof vergiften. Denen ist nichts hier heilig… ach Bruno!“</p>
<p>Ich bin nicht sicher, dass sie mich meint oder ob sie nach meinem Großvater ruft und ich will sie so gerne beschwichtigen und auf ihren Schoß kriechen.</p>
<p>Ich lege Deinen Kopf in meine Hände, Omama, und wir spielen deinen Tod. Du wirst allein sein, wenn das passiert. Ich werde dann nicht hier sein. Ich muss so lange bei den Donnervögeln schlafen und ihnen in der Nacht die Federn rupfen. Ich werde Tausendfüßler töten und Drachenherzen zerschmettern. Du musst so lange aufpassen, dass  die Obelisken nicht in Madeleine kriechen werden. Wenn ich zurückkomme, nehme ich sie mit zu den Sternen. Ihr wird längst jemand die Blume geklaut und zertreten haben. Arme Räubertölpel! Die reißen alle Blumen unachtsam aus, sogar den Klatschmohn, der binnen Sekunden in ihrem Handschweiß ertrinkt. Arme, dumme Räubertölpel; arme, stolze Madeleine.</p>
<p>Aber ich werde es mit Fassung tragen, denn Papa hat gesagt, dass die Blume der Frauen eine Lüge ist. Ich weiß, dass er die Blume meinte.</p>
<p>„Beschütze Madeleine vor den Obelisken, solange es geht.“</p>
<p>Oma lacht. Lang und fremd.</p>
<p>„Die Obelisken sind ihr schon in den Schlitz gekrochen, mein Kind…, ach Kind!“</p>
<p>Ich küsse eilig ihre Stirn.</p>
<p>Omama, der Abschied ist so schwer. Wir sehen uns in den Sternen. Ich gehe. Ich gehe, Mama.</p>
<p>Jede Stufe macht Lärm. Die Treppe schreit für mich.</p>
<p>Die Stufen schreien: „Ich komme, Madeleine; ich bin sauer, Madeleine, aber ich werde dich bewahren. Ich will nur Abschied nehmen, mein süßes Diebesgut.“</p>
<p>Madeleine hört die Schreie und ich höre ihren Schlüssel im Schloss.</p>
<p>„Lass mich rein zu dir.“</p>
<p>„…“</p>
<p>„Ich muss dir was Wichtiges sagen!“</p>
<p>Du hast schon die Obelisken in dir. Ich muss in dich hinein, um sie aus dir raus zu scheuchen! Aber du wirst warten müssen. Du wirst weinen und leiden müssen, Rapunzelschneekönigin. Oh, du wirst bitter sein und die Räuber werden über dich herfallen. Aber ich werde zurückkommen und die Obelisken aus dir vertreiben. Ein Anderer wird kommen und deine Blume stehlen, aber ich werde nachher die Wunde lecken und die Welt in deinen kleinen Schlitz stecken.</p>
<p>„Dann sprich doch! Aber wenn du mich was fragst, ist dieses Gespräch beendet!“, antwortet sie endlich aus der Stille ihres Turmzimmers.</p>
<p>Sie steht vor dem Spiegel. Ich weiß es.</p>
<p>Sie sieht ihre Luftkissenlippen und ihr gebürstetes Haar, die dunklen Wellen. Ihre Feennase und die Erdbeerbrüste.</p>
<p>„Wenn du von Obelisken oder anderen Hirngespinsten anfängst, werde ich auch nichts mehr dazu sagen!“, erklingt ein zweites Mal ihre Zitroneneisstimme. Aber diese Stimme ist wärmer geworden. Klingt nun eher wie Zitronenkuchen. Warmer Zitronenkuchen, frisch aus dem Ofen! Oh, Madeleine! Ich will bei dir sein! Nur einmal noch das Bett teilen.</p>
<p>„Kann ich reinkommen?“</p>
<p>„Nein. Dein Gesicht macht mich verrückt… das war eine Frage, Bruno. Schleich dich!“</p>
<p>„Ich werde gehen. Morgen bin ich weg! Ich wollte mich verabschieden.“</p>
<p>Die Prinzessin lacht und auch ihr Lachen hat sich verändert. Räuberlachen, Giftlachen, Böser Oberliskenobertongesang.</p>
<p>„Geh schlafen, Kleinkind!“</p>
<p>Dann ist wieder Stille. Ich höre die Bürste im schwarzen Meer, das Klappern des Rollos, das Klacken des Lichtschalters und ich höre deinen Schlaf, Madeleine. Alles, was aus deinem Mund kommt, hat sich verändert. Hast du auch nicht mehr den süßen Honigduftatem, der meine Kindheit narkotisiert hat?</p>
<p>Ich schlafe neben dir. Die Tür ist nicht echt und deine Stimme ist es auch nicht. Du bist nicht echt ohne mich, aber ich komme wieder, Madeleine. Ich geh nur kurz…, nur kurz…</p>
<p>Der Mond ist ganz oben am Himmel als ich erwache.</p>
<p>Die Nacht.</p>
<p>Stille, Madeleine!</p>
<p>Ich liege im Flur im falschen Stockwerk.</p>
<p>Ich geh jetzt in mein Bett, Madeleine.</p>
<p>Das habe ich früher oft an deines geschoben.</p>
<p>Weißt du noch?</p>
<p>Ich gehe in unser Zimmer, wo wir geschützt waren.</p>
<p>Du hast geblutet, Ärmste und du bist so verängstigt. Aber ich werde dich retten am Ende! Ich geh nicht ohne dich. Wir werden zu den Sternen fahren, wenn du deinen Führerschein gemacht hast, mein Schneemann und da werden wir bei deinem Vater sitzen. Und bei meiner Mutter und bei Omama. Wir werden alle glücklich sein.</p>
<p>Meinen Vater lassen wir mit deiner Mutter, wo die Brombeeren wachsen.</p>
<p>Der wird damit schon fertig. Meinem Vater ist jedes Geheimnis bekannt.</p>
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		<title>TEXperiment</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 11:34:21 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 18. Juni 2010; 20:00; ] Stage Club, Stresemannstraße 163, 20359 Hamburg, Hamburg, Hamburg 20359 - 5 Euro

Meike bildet das Rahmenprogramm für den Poetry Slam]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">18. Juni 2010</td></tr><tr><td colspan="3">20:00</td></tr></table><p><a href="http://maps.google.de/maps/place?cid=1624107475095101410&amp;q=Stage%2BClub,%2BStresemannstr%2B163,%2B20359%2BHamburg&amp;hl=de">Stage Club, Stresemannstraße 163, 20359 Hamburg</a>, Hamburg, Hamburg 20359 &#8211; 5 Euro</p>
<p>Meike bildet das Rahmenprogramm für den Poetry Slam</p>
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		<title>der elegante Rest</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 11:32:00 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 17. Juni 2010; 21:00; ] Silbersackstr. 27 20359 Hamburg-St. Pauli, Hamburg, Hamburg -

Als Support für der elegante Rest.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">17. Juni 2010</td></tr><tr><td colspan="3">21:00</td></tr></table><p><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Silbersackstr.+27+20359+Hamburg-St.+Pauli&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Silbersackstra%C3%9Fe+27,+Sankt+Pauli+20359+Hamburg&amp;ll=53.549704,9.959428&amp;spn=0.004946,0.013797&amp;z=16&amp;iwloc=A">Silbersackstr. 27 20359 Hamburg-St. Pauli</a>, Hamburg, Hamburg -</p>
<p>Als Support für der elegante Rest.</p>
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		<title>RANDALE UND LIEBE</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 11:28:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 16. Juni 2010; 21:00 bis 22:00. 21:00 bis 22:00. 21:00 bis 22:00. ] Schauspielhaus Hamburg, Hamburg, Hamburg - 6 Euro

Verbale ATTACKE auf Randale und Liebe! Langeweile ist langweilig? Finden wir auch. Dagegen gibt es aber die auf keinen Fall niemals und unter keinen Umständen langweilige Lesebühne Randale und Liebe – die erste Frauenlesebühne mit Mann. Diesmal zu Gast: Das wahnsinnig schöne, wahnsinnig sympathische, wahnsinnig intelligente und vor allem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">16. Juni 2010</td></tr><tr><td class="ec3_start">21:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">22:00</td></tr><tr><td class="ec3_start">21:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">22:00</td></tr><tr><td class="ec3_start">21:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">22:00</td></tr></table><p><a href="http://maps.google.de/places/de/hamburg/kirchenallee/39/-deutsches-schauspielhaus-in-hamburg?hl=de">Schauspielhaus Hamburg</a>, Hamburg, Hamburg &#8211; 6 Euro</p>
<p>Verbale ATTACKE auf Randale und Liebe! Langeweile ist langweilig? Finden wir auch. Dagegen gibt es aber die auf keinen Fall niemals und unter keinen Umständen langweilige Lesebühne Randale und Liebe – die erste Frauenlesebühne mit Mann. Diesmal zu Gast: Das wahnsinnig schöne, wahnsinnig sympathische, wahnsinnig intelligente und vor allem wahnsinnig wahnsinnige Poetry Slam Team ATTACKE! Patrick Klebba, Bente Varlemann und Kathrin Wessling rocken mit ihren Texten das Haus. Aus Gewohnheit. Und weil sie uns lieben. Und dafür lieben wir sie. Hach, ist das alles schön. Kommt vorbei. Alle werden mit bunten Blumen im Gemüt und Silberglitzer auf der Seele nach Hause gehen. Wie immer dabei: Vincent Welt, Johanna Wack, Bente Varlemann und Kathrin Wessling. (Nein, das ist kein Versehen: Die beiden sind multifunktional.) Die Autoren lieben sich sowieso und alle anderen und Literatur und so. Zu Gast im November: Marc-Uwe Kling, deutschsprachiger Poetry Slam Champion 2006 und 2007. »Donnernd-Komisch« findet ihn der SPIEGEL »wortgewaltig, amüsant und temporeich« die FAZ. Marc-Uwe meint »Wenn ich Zeitung lese, glaube ich immer erstmal das Gegenteil von dem was die drucken.«<a href="http://www.kampf-der-kuenste.de/"> www.kampf-der-kuenste.de</a></p>
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		<title>Meike Büttner &#8211; Live</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 11:10:40 +0000</pubDate>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 21:39:50 +0000</pubDate>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 21:16:58 +0000</pubDate>
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